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Bekleidung

Merinowolle

 

Warum riecht Kleidung aus Wolle (auch nach längerer Benutzung) nicht?

Zum einen besitzt Wolle eine schuppige Oberfläche, die man sich wie Dachziegel vorstellen kann, und auf der sich Bakterien schwerer halten können als zum Beispiel auf glatten Synthetikfasern. Zum anderen nehmen Merinofasern Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf auf, bevor sie auf der Hautoberfläche zu Schweiß kondensiert, weshalb sich insgesamt weniger Schweiß bildet, der zu unangenehmem Geruch führen kann. Eine weiterer wesentlicher Effekt ist die natürliche Selbstreinigungsfunktion der Wollfaser. Das Keratin, also das Faserprotein in der Wolle, baut die geruchsverursachenden Bakterien auf der Haut ab. Der Kern der Wollfaser besteht aus zwei Zelltypen, die unterschiedlich viel Feuchtigkeit aufnehmen können und dadurch unterschiedlich stark anschwellen. Der dabei entstehende Reibungsprozess bewirkt einen mechanischen Selbstreinigungseffekt. Aus diesem Grund muss Wollbekleidung – egal ob „normale“ oder Merinowolle – auch nicht so häufig gewaschen werden.

 

Weitere Tipps zur Pflege von Merinobekleidung: Merinowolle waschen

Merino-Mix in Funktionsbekleidung
Merinowolle kann in Funktionsunterwäsche zum Einsatz kommen, aber auch in Midlayern wie Fleecejacken und -pullovern und sogar in der dritten Lage wie bei der Ortovox Guardian Shell, der weltweit ersten Hardshelljacke und -hose mit vollflächiger Merino-Laminierung auf der Innenseite (hier geht’s zum Testbericht). Es deutet sich schon an: Die Merinofaser wird von den Herstellern gerne mit anderen, zum Teil synthetischen Materialien zu innovativen Produkten kombiniert, die die Funktionalität von Natur- und Kunstfaser vereinen. Natürlich findet man insbesondere bei den Baselayern nach wie vor Produkte aus 100 Prozent Wolle (zum Beispiel bei der Funktionswäsche von Devold), aber auch hier fließen bei fast allen Herstellern auch andere Materialien mit ein.

 
Ein Materialmix mit Kunstfasern kann das Merino-Material noch angenehmer auf der Haut machen, was besonders für Menschen mit einer sehr empfindlichen Reizwahrnehmung eine Option ist.  Dadurch haben sie nicht nur eine optimale, körpernahe Passform, sondern werden durch die Elastizität gleichzeitig widerstandsfähiger, da sie sich bei mechanischer Belastung mitdehnen anstatt zu reißen. Was man sonst noch wissen könnte

(Merino-)Wolle ist im Gegensatz zu anderen Fasern schwer entflammbar. Im Gegensatz zu Kunstfasern braucht man sich daher am Lagerfeuer keine Sorgen machen.

Je nach Dichte und Webart hat Merinowolle einen natürlichen Lichtschutzfaktor von bis zu 50.


Wolle ist ein zu 100 Prozent natürlicher und nachwachsender Rohstoff. Die Schafe können bis zu zwei Mal im Jahr geschoren werden. Außerdem ist Wolle biologisch abbaubar und gewährleistet ganz ohne chemische Zusätze Funktionalität, denn die „Technologie“ ist quasi in der Faser enthalten. Da Wollprodukte aufgrund ihrer selbstreinigenden Funktion seltener gewaschen werden müssen, zeigt sich auch hier ein positiver Effekt für die Umwelt.

Doch es gibt auch eine Kehrseite bei der Merinowolle. Merinoschafe gibt es an vielen Orten auf der Welt, ein großer Teil weidet in Australien und Neuseeland, aber auch in Südamerika und Südafrika gibt es Merinofarmen. Insbesondere der australischen Wollindustrie wird jedoch vorgeworfen, ihre Tiere einer schmerzhaften Behandlung zu unterziehen, die einem Parasitenbefall vorbeugen soll –  das sogenannte Mulesing. Verantwortungsbewusste, auf Tierschutz und Qualität achtende Markenhersteller von Merinobekleidung wenden sich gegen diese umstrittene Praktik, indem sie ausschließlich Merinowolle aus zertifizierten Zulieferbetrieben kaufen, in denen kein Mulesing angewendet wird.  Devold bezieht seine Merinowolle ausschließlich von zertifizierten Farmen aus Tasmanien.
Angesichts der Tatsache ist es sicher ein Vorteil, dass große, bekannte Marken ihren Einfluss ausspielen, indem sie kontrollieren, von welchen Farmen sie Merinowolle beziehen. Daher ist es immer zu empfehlen, von Markenherstellern zu kaufen, die sich für Qualität und ethisch korrekte Wolle einsetzen und engen Kontakt zu den Farmern pflegen. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Aber nur eine strenge Herkunftskontrolle der Merinowolle ermöglicht, Mulesing-freie Schafzucht zu garantieren.

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